Menschen mit Behinderung im Krankenhaus


Die Einweisung ins Krankenhaus ist für Menschen mit Behinderungen eine besonders große Herausforderung.

Um die Versorgung und die Situation der Menschen mit Behinderungen vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt zu verbessern, haben wir zusammen mit der stationären Wohneinrichtungen des Caritas-Vereins Altenoythe e.V. und dem Landescaritasverband Vechta ein Konzept erarbeitet.

Unser Ziel ist es besser auf die Belange der Patientengruppe einzugehen, des Weiteren wollen wir durch eine wohnortsnahe klinische Versorgung, das wichtige Sozialkontakte beibehalten werden und die vorhandenen Hilfen hier im ländlichen Raum mit einbezogen werden.

Für Menschen mit schweren und komplexen Beeinträchtigungen, wie geistiger, sinnesbezogener, psychischer, körperlicher Behinderung und / oder schwerer Mehrfachbehinderung, ergeben sich oft viele Herausforderungen bei der Bewältigung eines Krankenhausaufenthaltes.

Sie verlieren ihren bisherigen Bezugsrahmen, die vertraute Umgebung, finden sich in den Strukturen eines Krankenhauses oftmals nicht zurecht.


Bei uns im St.-Marien-Hospital koordiniert und begleitet unsere Vertrauensperson Kerstin Thien den Krankenhausaufenthalt für diese Menschen. Wenn möglich, bespricht sie vor der Aufnahme mit den Betroffenen, den Angehörigen oder mit dem Bezugsbetreuer der Wohneinrichtung den Ablauf und Fragestellungen.

Wohnt der Betroffenen in einer Wohneinrichtung, wird dort schon ein Vorbereitungsgespräch mit dem Bewohner geführt. Der im Gespräch gemeinsam erstellte Überleitungsbogen wird dem Krankenhaus zur Verfügung gestellt. Im Krankenhaus führt die Vertrauensperson mit dem Betroffenen bzw. einer nahe stehenden Person ein Aufnahmegespräch. Relevante Informationen aus diesem Gespräch z. B. zu Ritualen und Gewohnheiten werden in der Patientenakte dokumentiert und an die zuständigen Mitarbeiter weitergegeben.


Die Vertrauensperson bietet Begleitung zu Gesprächen, Diagnostik und Therapien an.

Die frühzeitig geplante Entlassung zur Vermeidung von Versorgungslücken wird mit allen Beteiligten abgestimmt.

Bei besonderen komplexen Angelegenheiten können auch gemeinsame Fallbesprechungen stattfinden, um eine bestmögliche Versorgung und auch Weiterversorgung nach dem Krankenhausaufenthalt zu organisieren.



"Damit es gut wird"

Ein Filmbeitrag zum Thema
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Nominierung für den KKVD Sozialpreis 2015

Unser Projekt gehört zu den 10 Nominierungen für den KKVD Sozialpreis „Stadt. Land. Klinik. Regionale Gesundheitsversorgung im Wandel“ . Eingegangen waren 59 Bewerbungen. Am 30. September 2015 findet die Preisverleihung durch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin statt.


Kontaktdaten:


Kerstin Thien
Tel. 04491 940 7217
Mail: geriatrie@smhf.de