EndoStim-Therapie


Neues schonendes OP-Verfahren gegen Sodbrennen

Etwa jeder zehnte Deutsche leidet unter chronischem Sodbrennen, ausgelöst durch den Rückfluss (Reflux) von saurem Magensaft in die Speiseröhre. Bei vielen Patienten lassen sich die Beschwerden durch säurehemmende Medikamente erfolgreich lindern. Doch circa 30 Prozent der Betroffenen sprechen nicht ausreichend darauf an.

Dann bleibt nur eine Operation.

Das herkömmliche Verfahren ist die sogenannte Fundoplicatio. Dabei wird der obere Teil des Magens wie eine Manschette um den Schließmuskel der Speiseröhre genäht und verstärkt ihn, um den Reflux zu verhindern. Bei etwa 10-15 Prozent der Betroffenen führt der Eingriff aber langfristig zu Nebenwirkungen wie Schluckstörungen oder Durchfall.


Schrittmacher stoppt Reflux

Seit kurzem gibt es ein neues, schonenderes Operationsverfahren, die EndoStim-Therapie. Endostim besteht aus einem Stimulator – ähnlich einem Herzschrittmacher - und zwei Elektroden. Die Elektroden werden im Rahmen einer Bauchspiegelung (minimal-invasiv) am unteren Schließmuskel der Speiseröhre fixiert und mit dem Stimulator verbunden. Diesen wiederum pflanzt der Chirurg unter der Haut der Bauchdecke ein. Der Stimulator lässt sich dann von außen so programmieren, dass er in regelmäßigen Abständen elektrische Impulse auslöst.




Die elektrischen Impulse stärken den Speiseröhrenschließmuskel und stellen so seine normale Funktion wieder her. Der Reflux nimmt deutlich ab oder kommt vollständig zum Erliegen. Die Programmierung erfolgt individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst, z.B. Auslösung der Impulse nur bei nächtlichem Sodbrennen.

Bei den meisten Patienten gelingt es, die Symptome vollständig zu kontrollieren, die säurehemmenden Medikamente können erheblich reduziert oder abgesetzt werden.


Für wen eignet sich Endostim?

Endostim eignet sich für Patienten, die trotz säurehemmender Medikamente unter refluxbedingten Beschwerden wie hartnäckigem Sodbrennen leiden, die nicht dauerhaft Medikamente einnehmen möchten oder die unter Nebenwirkungen leiden.

Nebenwirkungen von Endostim – insbesondere am Magen-Darm-Trakt - sind selten, gelegentlich empfinden die Patienten das Implantat oder die Stimulationen als etwas irritierend.


Keine eingreifende Veränderung der Anatomie

Im Gegensatz zur Standardoperation verändert Endostim die natürliche Anatomie von Magen und Speiseröhre kaum. Dadurch sinkt die Gefahr von Nebenwirkungen wie Schluckbeschwerden oder Durchfall erheblich. Außerdem handelt es sich um ein Verfahren, das sich wieder rückgängig machen lässt. Sollten Probleme auftreten, kann das Gerät abgeschaltet oder entfernt werden.

Kontakt und weitere Informationen:

Endostim Deutschland
Dr. med. Anja Braunwarth
Mercatorstraße 30
60316 Frankfurt

Mobil: 0172-6162620
E-Mail: abraunwarth@yahoo.com

Internet: www.endostim.com
Informationen für Betroffene:

www.reflux-behandlung.de